Freitag, 20. April 2012

Tag 2 in Kanada

Dank Jet-Lag und des Schlafes zwischen der Bretagne und Nova Scotia war ich schon um 8 Uhr wach - und das ohne Wecker (einige von euch werden mich jetzt gar nicht wiedererkennen ;) )!

Aber eigentlich war das perfekt, um den Sightseeing-Tag zu starten. Preisfrage: Wohin zieht es einen zuerst, wenn man in Niagara Falls ist?

Ja, richtig! Leider hat das Wetter an den Horseshoe Falls nicht ganz mitgespielt:



Hier die American Falls, die etwa 400 Meter von den Horseshoe Falls entfernt sind. An jedem anderen Ort wäre das DIE Sehenswürdigkeit - hier verblassen sie aufgrund der Nähe zu den mächtigen Horseshoe Falls etwas.



Während die Horseshoe Falls auf der Grenze zwischen Kanada und den USA liegen, sagt es der Name schon: Die American Falls liegen komplett in den USA. Die Fotos sind alle von der kanadischen Seite entstanden.

Kleinere Wasserfälle gibt es hier auch noch. Seit über 100 Jahren wird die Region um die Niagarafälle zur Erzeugung von Strom aus Wasserkraft genutzt. Hier das Gebäude eines alten Wasserkraftwerks, im Hintergrund die Niagara Scow, eine Schute, die 1918 abgetrieben wurde und mit zwei Männern an Bord hier auf Grund lief. Die beiden Seeleute wurden von der Schute gerettet - und das ohne Jetboote oder Helikopter! Letztlich wurde ein Seil mit einer Kanone vom Ufer auf die Schute geschossen und die Seeleute mussten sich an dem Seil entlanghangeln, bis sie das rettende Ufer erreicht hatten.



Danach fuhr ich durch den alten Business District von Niagara Falls zum Hotel zurück. Hier die katholische Kirche der Stadt:



Nachdem das Wetter mit ständigem Schneefall nicht allzu angenehm war, beschloss ich, zum Nachmittag nur noch Dinge zu unternehmen, die mit Indoor-Aktivitäten verbunden sind. Meine Wahl fiel schließlich auf einen Ausflug in die USA. Zunächst fuhr ich für zwei Stunden Shopping in die Niagara Fashion Outlets - preislich ist Kleidung "drüben" ja wesentlich günstiger als hier, was ich auch ausgenutzt habe. Und für den Abend habe ich noch eine Karte für ein NHL-Spiel ergattern können. Also war um 19 Uhr Buffalo Sabres vs. New Jersey Devils angesagt.

Buffalo Sabres vs. Ney Jersey Devils 1:4 (0:1, 1:0, 0:3), National Hockey League

First Niagara Center, Buffalo. Zuschauer: 18.690


Zur Statistik des Spiels

Bei den Sabres spielte Christian Ehrhoff, der aber auch bei der insgesamt schwachen Vorstellung seiner Mannschaft nicht überzeugen konnte. Die Partie endete mit 1:4 für die Devils, der Großteil der Zuschauer ging nach dem 1:3 nach Hause. Immerhin bewies der Hallensprecher Humor, als er nach dem 1:3 "I'm still standing" von Elton John einspielte. Auch sonst war ich etwas enttäuscht von der Stimmung in der Halle. Mag sein, dass das auch an der schwachen Leistung des Heimteams lag, aber die ständigen Werbe-, Gewinnspiel- und sonstigen Einblendungen auf dem Videowürfel animierten auch nicht unbedingt zum mitmachen, Leider habe ich in der Halle bemerkt, dass ich den Akku meiner Kamera vergessen hatte. Daher nur ein paar mit dem Handy geschossene Bilder.

Auf dem Weg zur Eishalle:



Valentinstag war auch noch:



Und hier noch zwei Aufnahmen aus dem Inneren der Halle. Der Platz, von dem ich die Fotos gemacht habe, gehörte zur günstigsten Kategorie. Immerhin wurden noch stolze 44 Dollar fällig - wenn man sich noch die anderen Preise (Bier 9,50 Dollar, Viertel Pizza 6 Dollar) anschaut, nicht unbedingt ein günstiges Erlebnis.





Nach dem Spiel ging es wieder über die Grenze nach Kanada. Wieder eine "lustige" Fragestunde. Was ich in den USA gemacht hätte, wie lange ich in Kanada bleibe, ob ich auch den CN Tower anschauen will... Wenigstens konnte man im Duty Free noch günstiges Molson einkaufen. Hier kosteten 24 Dosen (355 ml) etwa 13 Euro. Zum Vergleich: In Kanada hätte dieser Einkauf etwa 25 Euro gekostet, da Alkohol in Kanada (außer Quebec) grundsätzlich nur in staatlichen Läden verkauft werden darf. Die meisten der von mir erworbenen Dosen waren für den Export nach Deutschland bestimmt... ;)

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