Sonntag, 3. Juni 2012

4 Stunden in Dublin

Zur Feier des Umzugs meines Blogs auf die neue Domain werde ich nach und nach ein paar Berichte aus der letzten Zeit einstellen.

Los geht’s mit einer etwas verrückten Reise – meinem Tagestrip nach Dublin inklusive vier Flügen. Im Januar letzten Jahres hatte ich einen billigen Flug mit Ryanair ab Bremen nach London gefunden. Morgens hin, abends zurück. Nachdem ich aber schon oft in London war, schaute ich mal auf der Ryanair-Homepage, ob ich einen Anschlussflug finde. Die Strecke London-Dublin wird vom irischen Billigflieger unter der Woche sechs Mal am Tag angeboten – genug Möglichkeiten, um daraus etwas zu basteln.

Am Ende sah mein Plan so aus:
Bremen – London-Stansted 06:50 – 07:10
London-Stansted – Dublin 09:50 – 11:05
Dublin – London-Stansted 15:15 – 16:30
London-Stansted – Dublin 19:05 – 21:25

Also gut vier Stunden Aufenthalt in Dublin – für mich genug Zeit, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Es hätte noch einen früheren Flug von London nach Dublin gegeben, aber bei 50 Minuten Umsteigezeit war ich mir nicht sicher, diesen zu erreichen, da Ryanair offiziell keine Umsteigeverbindungen anbietet und man das auf eigene Gefahr buchen muss. Zumal muss man am Flughafen Stansted auch immer nach Großbritannien einreisen muss und durch die Passkontrolle kann immer noch Zeit verloren gehen. Vorweg: Es hat alles geklappt und wahrscheinlich hätte ich auch den 8:00-Uhr-Flug in Stansted noch bekommen.
Also ging‘s um 4:21 Uhr mit der Bahn in Osnabrück los. Nach einer unspektakulären Bahnfahrt und eines ebensolchen Fluges gab’s in Stansted erst einmal Frühstück. Die Drogeriekette Boots bietet „Menüs“ an, die man sich selbst zusammenstellen kann. Ich habe mich für Nudeln mit Käse (gekühlt) sowie „Obstsalat“ und ein Wasser für 4 Euro entschieden. Welcome to Britain…



Nach dem Flug nach Dublin, der vor der planmäßigen Zeit ankam, ging ich erst einmal zum Bus und war schon gegen 11:20 Uhr in der Stadt. Mein Rundgang begann in einem etwas Industrieviertel, das etwas heruntergekommen wirkte. Einen gewissen Charme hatte der Stadtteil jedoch:



Nach zehn Minuten war ich jedoch schon am Trinity College. Hier der Fußballplatz:



Das war der Rugby-Platz, betreten war aber zu dieser Jahreszeit verboten.



Hier der Innenhof des Colleges mit dem Kampanile:



Weiter ging’s zum St. Stephen’s Green, dem bekanntesten Park der Stadt.





Kurze Zeit später geschah es: Einer der unzähligen Wasservögel musste mal und suchte sich für seine Hinterlassenschaft die Schulter meiner Jacke aus – ganz toll. Nachdem ich natürlich keine andere Jacke dabei hatte und es ohne doch etwas kühl war, suchte ich das McDonald’s-Restaurant in der Fußgängerzone Grafton Street auf. Erst zur Kasse ein paar Servietten schnappen und dann auf die Toilette. Wenn ich nicht selbst betroffen gewesen wäre, hätte ich das wahrscheinlich ziemlich lustig gefunden. Nach einer provisorischen Reinigung und dem anschließenden Mittagessen in diesem Gourmettempel ging’s auch schon wieder zurück zum Dublin Airport, der Heimatflughafen der irischen Airline Aer Lingus ist.



Der Flug nach London hatte etwas Verspätung. Nicht weiter schlimm, da ich ja zweieinhalb Stunden Zeit in Stansted hatte. Nach dem vierten Flug des Tages und der anschließenden Bahnfahrt fiel ich müde, aber auch zufrieden in mein Bett.
Fazit: Dublin ist eine tolle Stadt mit unheimlich hilfsbereiten und freundlichen Einwohnern. Hinter die Sehenswürdigkeiten kann man allerdings nach ein paar Stunden einen Haken machen. Aber Dublin ist ja nicht für bestimmte Gebäude oder Wahrzeichen bekannt, sondern vielmehr für die Stimmung in der Stadt. Die ist aber abends auf dem Siedepunkt, weswegen ich auf jeden Fall noch einen längeren Aufenthalt in Dublin verbringen möchte.

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